YAMAHA UMBAU SCRAMBLER SR500 8WING MIT ALUTANK

YAMAHA UMBAU SCRAMBLER SR500 8WING MIT ALUTANK

„Scrambler sind quasi die Ahnen der Enduros. Damals, so etwa Mitte des letzten Jahrhunderts des letzten Jahrtausends scrambelte (engl. to scramble: klettern, krabbeln) man mit leicht modifizierten Straßenmotorrädern durchs Gelände. Die Wettbewerbe beinhalteten meist eine Mischung aus langsamen und schnellen Geländepassagen, die mit den heutigen MotoCross Veranstaltungen mit ihren extremen Sprüngen nichts zu tun hatten. Mindestens genauso viel Spaß haben SixDays und Co. aber sicher auch gemacht. In den 60er Jahren konnte man Scrambler bereits „von der Stange“ kaufen, mit Erscheinen der stärker spezialisierten Enduros starben sie dann aber aus.“

Marcus Lacroix: Kradblatt

Die SR wurde als Straßenmaschine von der Enduro XT500 abgeleitet, die seit 1976 sehr erfolgreich vermarktet wurde. Als großvolumiger Einzylinder folgt sie der Tradition klassischer, insbesondere englischer Motorräder, während der damalige Trend hin zu leistungsstärkeren Vierzylinder-Motoren ging.

Ob die SR schon von Anfang an als Retro-Motorrad konzipiert wurde, ist strittig. Der Begriff Retro war zu dieser Zeit noch kein Konzept im Motorradbereich, und der Grundentwurf enthielt durchaus zeitgemäße Details wie Gussräder und Scheibenbremse. Im Rahmen der Modellentwicklung verzichtete Yamaha jedoch später auf diese Details und stattete die Modelle mit Speichenrädern und Trommelbremsen aus. Es ist anzunehmen, dass zumindest die jüngeren Modelle ab 1984 tatsächlich die ersten „Retro-Motorräder“ sind.

Die robuste und überschaubare Technik und die große Anzahl verkaufter Motorräder führte dazu, dass es bis heute um die SR 500 ein reges Fan- und Clubleben gibt. Es existieren zahlreiche Umbauten als Cafe Racer, Scrambler, Gespanne, Bobber oder Chopper. Auch im Amateurrennsport wird das Modell häufig eingesetzt.

2003 waren in Deutschland noch ca. 20.000 Stück angemeldet, bei abnehmender Tendenz.

Nun war es soweit! Eine alte SR500 wurde aus der Scheune gezogen und zum Scrambler umoperiert! Eins war uns von vorne herein klar: Es muss ein low budget Umbau vollzogen werden!
Ich ging durch unsere heiligen Hallen und sammelte alles das mir irgendwie verwertbar aussah ein. Da hatte ich soooo einiges 😉 z. B den alten Chris Pfeiffer Lenker von Magura, der einmal auf meiner Bandit 1200 montiert war.

Einen Rollerauspuff von einem Yamaha Tmax 500 von Leo Vince. Einen ASV Aluf Kupplungshebel, der von einem presentations Ständer stammt und einfach passend für die SR 500 gemacht wurde. Fakt war: Leicht muss sie werden!

Also montierte ich alles ab, dessen Notwendigkeit ich nicht sah. Die kompl. Elektrik wurde gestript, einen Tank von Dominik montiert und die Batterie zum Schrotthändler gebracht. Da gab es wenigstens noch ein paar Euro dafür.
Für dieses Projekt eignen sich alle SR 500 Modelle. 2j2, 2j4 oder auch die 48T von Yamaha. Mir persönlich gefallen die Speichenräder besser, aber wer eine mit Gussrad hat, soll sich nicht entmutigen lassen, das kann auch sehr fein aussehen.

Mein „must have“ musste was haben? Geilen Sound, leicht sollte sie sein, breiten Lenker, offene Kiemen, Mikuni TM 36 Vergaser,Speichenräder usw….. uuund sie musste ähnlich aussehen wie eine XT500 😉
Ich setzte die FLEX an und kürzte zu erst einmal den Rahmen hinten. Dann wurden die Verstrebungen aus den Rahmendreiecken entfernt. Kompl. zerlegt hab ich den Rahmen hier zu unserem örtlichen Pulverbeschichter gebracht und ihm freie Hand bei der Farbwahl gelassen!
Hauptsache es sieht schwarz aus! 😉 Als alles fertig war, montierte ich alles wieder schön Stück für Stück zusammen. Die kompl. Elektrik wurde gestript und alles überflüssige wurde entfernt.

Einen Yardbuilt Wettbewerb kann ich mit dem SR 500 Umbau nicht gewinnen aber Spass habe ich auf alle Fälle! Der Perfekte, ich fahr mal Eis essen und mach ein wenig krach im Ort Scrambler.

Mein Freund Andi der alte Ducati und Triumph bastlergott schenkte mir noch diese geile Tankemblem aus Alu. Das gab dem Motorrad noch den letzen Schliff und seinen Namen.

„8WING“

Der Umbau ist auf jedenfall was schönes zum Basteln und nicht nur für Profis bzw. Profiumbauer. Zur Abstimmung und zum Feintuning lies ich Stefan von Top Speed Yamaha in Goldbach Hand anlegen!
Der alte Hase kennt sich wirklich verdammt gut aus mit diesem luftgekühlten Einzylinder von Yamaha. So und jetzt geht es erst mal Leute wecken im Ort!

Wünsche Euch viel Spass beim nachbauen. Wenn ihr weitere Infos brauch könnt ihr mir gerne schreiben.

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